Auch Hunde und Katzen haben Zahnschmerzen!

15. September 2017
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Braune Beläge auf den großen Eckzähnen oder auch ein übler Maulgeruch können ein erstes Anzeichen einer Zahnerkrankung sein. Damit ihr Hund lange kräftig zubeißen kann, wird eine regelmäßige Zahnpflege empfohlen. Um die Zähne ihres Lieblings leichter selbst reinigen zu können, kann man die Hunde bereits im Welpenalter daran gewöhnen und im Seniorenalter leicht trainieren.

Zur täglichen Zahnpflege eignet sich am Besten ein weicher Mikrofaserfingerling und eine enzymatische Zahncreme für Tiere.

Lt. DGT – Deutsche Gesellschaft für Tierzahnheilkunde – leiden auch 70 % der über 3 jährigen Hauskatzen unter schmerzhaften Zahndefekten. Katzen zeigen im Gegensatz zu Hunden nur dezente Symptome. Ein leichter Maulgeruch, stärkeres Speicheln, ein gerötetes Zahnfleisch oder ein verändertes Verhalten bei der Futteraufnahme sind meist sichere Anzeichen einer Zahnerkrankung. Spätestens bei diesen Symptomen sollte ihre Katze dem Tierarzt vorgestellt werden.

Ist die Zahnerkrankung sehr weit fortgeschritten, hilft nur noch eine professionelle Zahnreinigung durch den Tierarzt unter Narkose. Dabei werden nicht nur die braunen und festen Beläge entfernt, sondern auch die Zahnfleischtaschen gereinigt. Im Anschluss an die Zahnreinigung wird dann noch jeder Zahn an der Vor- und Rückseite poliert, um eine erneute Anlagerung von Belägen vorzubeugen.

Gerade nach einer professionellen Zahnreinigung empfiehlt sich eine regelmäßige Zahnpflege zu Hause und eine jährliche Zahnkontrolle beim Tierarzt.

 

Autor:

Tierärztin Elisabeth Zimpfer, Potsdam

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