Ach du dicker Hund – Übergewicht bei Haustieren

3. Dezember 2017
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Rund 50 Prozent der in deutschen Haushalten lebenden Hunde und Katzen leiden an Übergewicht. Wenn beim Streicheln die Rippen nicht mehr fühlbar sind, ein leichter Ansatz eines Hängebauchs zu erkennen ist und die Taille kaum mehr sichtbar ist, dann sollten Sie handeln.

Aufgrund mangelnder Bewegung und einem Überangebot an zu reichhaltigem Futter kommt es leicht zur Bildung von Fettreserven für „schlechte Zeiten“. Doch solche falschen Reserven sind heute nicht nötig, weil Haustiere regelmäßig Futter bekommen.

Dennoch ist es natürlich besser, den Aufbau von zu viel Fett von vornherein zu vermeiden. Gerade bei Katzen- und Hundewelpen und jungen Tieren sollte Übergewicht unbedingt vermieden werden. Denn bereits im Welpenalter wird die Anzahl der Fettzellen im Körper festgelegt. Später nehmen diese Zellen lediglich noch an Größe zu.

Folgende Faktoren können Übergewicht bei einem Tier begünstigen:

  • Unangemessene
    Futtermengen:
    zu viel Futter, zu hochwertiges und energiereiches Futter für normal aktive Tiere, zuviel Leckerlis (Anteil an Kohlenhydraten und Fetten ist zu hoch)
  • Krankheiten:
    zum Beispiel Stoffwechsel- oder hormonelle Erkrankungen
    (Schilddrüsenunterfunktion)
  • Kastration:
    Alle Tiere haben nach der Kastration einen verminderten Nährstoffbedarf. Bis zu einem Drittel des Futters kann durch den veränderten Hormonhaushalt eingespart werden.
  • Alter:
    Mangelnde Aktivität bedeutet auch weniger Nährstoffbedarf.
  • Lebensweise:
    Katzen in reiner Wohnungshaltung brauchen weniger Futter als solche mit Freigang
  • Rassen:
    Labrador, Retriever, Mops, Cocker-Spaniel und Perserkatzen neigen häufig zu Übergewicht.
  • Geringe Aktivität:
    Tiere mit wenig Bewegung verbrauchen weniger Energie, als ihnen mit dem Futter zugeführt wird.

Doch was hilft gegen überflüssige Fettpolster?

Hier einige unterstützende Maßnahmen
– Feste Fütterungszeiten einführen
– Das Futter erarbeiten lassen, beispielsweise durch Geschicklichkeits- und Intelligenzspiele
– Zahlreiche, kurze Bewegungseinheiten in den Tag einbauen
– Weiche Leckereien gegen solche austauschen, deren Verzehr einige Zeit in Anspruch nimmt
– Tiere räumlich getrennt füttern, um Futterneid vorzubeugen
– Statt Leckereien, neues Spielzeug als Belohnung einführen

Mit einer ausgeglichenen, gesunden Diät und sportlichen Aktivitäten kann ein Gewichtsverlust von 1 bis 1,5 Prozent der Körpermasse des Haustieres pro Woche erreicht werden. Verlieren Haustiere dagegen plötzlich stark an Gewicht, sollten die Besitzer sofort einen Tierarzt aufsuchen. Denn wenn die Tiere abmagern, obwohl sie gut fressen, hat das meist eine ernste Ursache. Schmerzen an den Zähnen können übrigens auf ein Grund für eine Nahrungsverweigerung sein. Ratsam ist es deshalb, das Gebiss regelmäßig vom Tierarzt untersuchen zu lassen.

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